Eines war jedoch schnell klar: Ein handwerklicher Beruf kam nicht in Frage, denn mein Interesse galt mehr den Sprachen und der Mathematik. So entschied ich mich für eine kaufmännische Lehre. Ausschlaggebend für die Branchenwahl waren schliesslich Kindheitserinnerungen. Von Zeit zu Zeit begleitete ich meine Eltern in die Schalterhalle einer Bank. Schon als Kind interessierte mich, was hinter dem Bankschalter abläuft und was mit dem Geld passiert: Deshalb habe ich mich entschieden, die kaufmännische Lehre bei einer Bank zu machen.
Der Beginn der Lehre war für mich speziell. Plötzlich betrat ich eine Welt, in der es nur so von Erwachsenen wimmelte. Von den völlig neuen Dimensionen war ich aber auch beeindruckt: Von einem Tag auf den anderen wirst du mit «Sie» angesprochen und es gibt eine Hemd- und Krawattentragepflicht. Rückwirkend betrachtet habe ich mich rasch an die Umgangsformen gewöhnt. Da half sicher auch, dass bei der Einführung im Betrieb und in der Schule die Ziele und der Ablauf der Lehre sehr gut erklärt wurden. Ein spezielles Gefühl war es auch, den ersten eigenen Lohn zu erhalten. Das Zeitmanagement bereitete mir zuerst Mühe. Doch Arbeit, Schule, Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten bringe ich mittlerweile problemlos unter einen Hut. Zudem habe ich überall auch meine Ansprechpersonen, inklusive meiner Familie, die mich nach wie vor mit wertvollen Tipps unterstützen.

